Trotz Corona und Krieg: Österreich mit F&E-Ausgaben von über 14 Milliarden Euro

forschungsprämie

Laut der jüngsten Prognose von Statistik Austria werden im Jahr 2022 für Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) wahrscheinlich 14,15 Milliarden Euro ausgegeben. Von den gesamten Forschungsausgaben entfallen mit 51 Prozent (ca. 7,16 Mrd. Euro), der größte Anteil, auf österreichische Unternehmen. Hierzu zählt auch die steuerliche Forschungsförderung im Rahmen der Forschungsprämie.

Mit der neuen Rekordsumme von 14,15 Milliarden Euro, eine Steigerung zu 2021 um 9,3 Prozent, läge die Forschungsquote bei 3,26 Prozent. Insgesamt ist die Forschungsquote Österreichs in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen: 2012 betrug sie 2,91 Prozent – noch unter dem EU-Ziel von 3 Prozent – und 2002 lag sie bei 2,07 Prozent.

Im europaweiten Vergleich belegte 2020 Österreich mit den F&E-Ausgaben den dritten Platz. Davor kommen Schweden mit 3,53 Prozent und Belgien mit 3,48 Prozent. Ein Blick ins Ausland eröffnet neue Perspektiven, denn 2019 gab Südkorea 4,63 Prozent im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt für Forschung aus, Japan 3,20 Prozent, die Schweiz 3,15 Prozent und die USA 3,08 Prozent aus.

Ein leichter Dämpfer für die Spitzen-Ausgabe Österreichs für Forschung und experimentelle Entwicklung sind der COVID-19-bedingte und Ukraine-Krieg-bedingte Rückgang der Wirtschaftsleistung, die noch stärker als die Forschungsausgaben zurückgehen.

Die F&E-Finanzierung der Unternehmen beinhaltet auch die Ausschüttungen durch die Forschungsprämie, die für 2022 vom Bundesministerium für Finanzen mit 1 Mrd. Euro veranschlagt werden. Unternehmen sollten die Forschungsprämie nutzen, um die Forschungskosten abzufedern und langfristige Sicherheit zu erlangen.

Quelle: Statistik Austria, 22. April 2022

Dr. Carsten Schmidt

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